DIE STIFTUNG

DER STIFTUNGSZWECK

Die Kölner Filmerbe Stiftung wurde im Jahr 2019 von der Kölner Bürgerin Georgia Friedrich gegründet und im Januar 2020 als gemeinnützig anerkannt. Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, das historische Filmerbe mit Aufnahmen aus Köln und der Region für die Zukunft zu bewahren. Vor allem die Arbeiten der Privat-, Hobby- und Amateurfilmer*innen sind für zukünftige Generationen oftmals nicht gesichert.

Die Satzung der Stiftung vom 21.10.2019 misst vor allem diesen privaten Filmschätzen, die auf vielen Dachböden und in zahlreichen Kellern und Nachlässen noch weitgehend unentdeckt schlummern, eine besondere Bedeutung bei.

Auszug aus der Präambel:
Der Film ist ein besonders wichtiges Medium zur Dokumentation und Vermittlung von Zeitgeschichte. Dabei spielt das private Filmerbe eine besondere und oft verkannte Rolle als Kulturgut und Quelle für die Geschichtserzählung. Der oft unverstellte Blick der Privatfilmer auf die Art „wie wir gelebt haben“ weist ihnen einen besonderen dokumentarischen Wert und eine ausgeprägte Authentizität zu. In der oft einzigartigen Visualisierung kleinerer Orte oder Stadtviertel bieten Privatfilme einen unschätzbaren Beitrag zur lebendigen Heimatgeschichte.

Dieses private Filmerbe ist jedoch angesichts laufender technischer Veränderungen von Verlust bedroht. Erst durch die Bereitstellung von Abspielgeräten werden filmische Nachlässe (…) zugänglich.

Die Kölner Filmerbe Stiftung setzt sich zum Ziel historisch interessantes Material für die Zukunft zu sichern, zu erschließen, pädagogisch aufzubereiten sowie Bild- und
Bildtondokumente für die Öffentlichkeit, Wissenschaft und Forschung zugänglich zu machen.

Die Stiftung strebt an, besonders in gemeinnützigen Projekten, z. B. Einrichtungen der Jugend- und Altenhilfe, den Zugang zu einer historisch wertvollen und pädagogisch aufbereiteten Filmbibliothek zur Geschichte Kölns und des Rheinlandes zu ermöglichen.

Alte Filmboxen im Regal
Alte Filmrollen auf einem Tisch

DIE STIFTERIN

Georgia Friedrich 
(01.06.1943 – 05.03.2020)

Gründerin der Kölner Filmerbe Stiftung ist die Psychologin, Dozentin und Dokumentaristin Georgia Friedrich. Die neue Stiftung ist eine von vielen Spuren, die die gebürtige Berlinerin in Köln hinterlassen hat. Die Facetten ihres beruflichen, ehrenamtlichen und kreativen Wirkens zeugen von einer Persönlichkeit mit enormem Tatendrang, getragen von Weltoffenheit, Hilfsbereitschaft und dem festen Glauben an die Kraft der Bildung.

DER VORSTAND

Portrait von Dr. Friederike Bing
Prof. Dr. Friederike Bing

Nach vielen Jahren in der lokalen und überregionalen deutschen und der internationalen Medienbranche (u. a. F.A.Z., Allied Press Ltd., Verlagsgruppe Handelsblatt und zuletzt Mediengruppe DuMont) in verantwortlichen Positionen ist die Diplom-Volkswirtin und Diplom-Kauffrau Prof. Dr. Friederike Bing seit 2016 an der Media University in Köln u. a. verantwortlich für den Masterstudiengang Internationales Marketing- und Medienmanagement und seit Februar 2020 Mitglied, seit April 2020 Vorsitzende des Vorstands der Kölner Filmerbe Stiftung. Die Reiseleidenschaft und das Interesse an anderen Kulturen sowie das Faible für Fotos und Filme teilt sie mit der Stifterin Georgia Friedrich.

Portrait von Peter Kron
Peter Kron

Der Diplom-Finanzwirt, ehem. Finanzbeamte und Betriebsprüfer war von 2004-2020 für die SPD Mitglied des Rates der Stadt Köln, darunter Mitglied im Haupt-, Finanz-, Sport- und Verkehrsausschuss. Er war Aufsichtsratsvorsitzender der KölnBäder GmbH und Mitglied in den Aufsichtsräten von KVB und Kölner Sportstätten GmbH. Auch innerhalb der Kölner Filmerbe Stiftung ist der Bereich Finanzen sein Arbeitsschwerpunkt. Als Teil lebendiger Heimatgeschichte schätzt er historische Filmaufnahmen besonders, weil sie den Zusammenhalt zwischen den Generationen stärken. Dazu zählt er auch private Aufnahmen der Familien- und Hobbyfilmer, die zeigen wie die sogenannten „kleinen Leute“ gelebt haben.

DAS KURATORIUM

Portrait von Renate Beckmann
Dr. Renate Beckmann

Mit den Filmschätzen von Großvater und Vater ist die Ärztin Dr. Renate Beckmann aufgewachsen. Sie ist heute Hüterin der fast 100 Jahre zurück reichenden Filmsammlung ihrer Familie, den Textilproduzenten Brügelmann, die auf einzigartige Weise private und öffentliche Zeitgeschichte verbindet. Letzteres erstreckt sich über die Bereiche Stadt-, Wirtschafts- und Industriegeschichte und im wechselvollen 20. Jahrhundert auf schmerzvolle Weise auch die Kriegsgeschichte. Eine besondere Verbindung zur Stifterin ergibt sich durch den Zufall, dass diese im ehemaligen Stammhaus der Familie, dem Brügelmann-Haus wohnt. Wie Georgia Friedrich wird Renate Beckmann 2007 durch den Aufruf Kölner Tageszeitungen motiviert, ihre Mutter – der Vater ist schon verstorben – zu ermutigen, das Archiv einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In diesem Zusammenhang lernt sie auch den Filmemacher Hermann Rheindorf kennen. Gerne wird sie im Juli 2019 Mitglied des Kuratoriums der in Gründung befindlichen Kölner Filmerbe Stiftung, um die wertvollen Zeitdokumente für die Zukunft zu bewahren und die Öffentlichkeit daran teilhaben zu lassen.

Portrait von Peter Bitzer
Peter Bitzer

Peter Bitzer war bis Oktober 2020 fast 30 Jahre lang Geschäftsführer der renommierten Fotografenagentur „laif Agentur für Photos und Reportagen“. Unter seiner Führung wurde laif zu einer der größten Bildagenturen Deutschlands. Im Anschluss an eine kaufmännische Ausbildung und das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg studierte Peter Bitzer, Jahrgang 1954, Germanistik und Politik in Marburg. Bitzer war und ist Mitglied in mehreren Jurys, unter anderem beim Vonovia Award, Canon Profifoto Förderpreis, World Press Photo und Lumix FREELENS Award. Von 1990-1992 war er als Vertriebsleiter bei „Bilderberg Agentur der Fotografen“ beschäftigt, bevor er als Mitgesellschafter und alleiniger Geschäftsführer zur Agentur laif wechselte. Von 2010 bis 2020 hatte Peter Bitzer einen Lehrauftrag am Fachbereich Fotografie der FH Dortmund („Das Bild im Kontext“).

Portrait von Witich Roßmann
Dr. Witich Roßmann

Witich Roßmann ist vielen Menschen in der Region als langjähriger 1. Bevollmächtigter der Industrie-Gewerkschaft Metall und als ehrenamtlicher Chef des DGB Region Köln-Bonn-Leverkusen bekannt. Als promovierter Politikwissenschaftler hat er sich umfangreich mit der Geschichte der rheinischen Arbeiterbewegung befasst und dabei auch die besondere Anschaulichkeit des Mediums „historischer Film“ entdeckt. Neben der allgemeinen Wertschätzung des Filmerbes gilt sein besonderes Interesse Filmaufnahmen mit Szenen aus der Arbeitswelt.

DER STIFTUNGSBEAUFTRAGTE

Portrait von Hermann Rheindorf
Hermann Rheindorf

Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sich Hermann Rheindorf (Journalist, Filmemacher, Politikwissenschaftler und Geschäftsführer der Medienproduktion Kölnprogramm GmbH & Co. KG) mit der Filmgeschichte Kölns und des Rheinlands. Er hat in aller Welt nach Filmaufnahmen aus der Region gesucht und dazu rund 30 Filmdokumentationen und Hunderte von Archivclips veröffentlicht. Für seine Verdienste um die Stadt- und Regionalgeschichte wurde Rheindorf im Jahr 2019 mit dem renommierten Rheinlandtaler des Landschaftsverbandes Rheinland ausgezeichnet. Seine umfangreiche Filmsammlung bildet heute den Grundstock des Archivs der Kölner Filmerbe Stiftung. Als Stiftungsbeauftragter kümmert sich Rheindorf auch um Ihre Anfragen und die Archivierung Ihrer Filmrollen.

SPENDEN

Helfen Sie mit unser Filmerbe zu retten. 

Möchten Sie uns eine Spende – sei es monetär, sei es in Form eines weiteren Filmarchivs o. ä. – zukommen lassen, die Stiftung anderweitig unterstützen oder wenn Sie Fragen haben, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf. Weitere Informationen finden Sie auch hier.

Eine Alte Filmrolle in der Nahaufnahme